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22.04.2017

Stand der Dinge

Der nachfolgende Artikel war ursprünglich für das Mietermagazin „berlinerleben“ vorgesehen. Die Gewobag hatte dem Mieterrat eine Seite im Heft zugesagt. Doch dann kamen sie mit einem eigenen Text von einem Redakteur, in dem nur einige unserer Gedanken und Aussagen übernommen wurden. Da wir damit nicht einverstanden waren, zogen wir unseren Text zurück und stellen ihn jetzt online, für Interessierte zum Vergleich mit dem Gewobag-Text auf Seite 5 des Mietermagazins 01/2017

Stand der Dinge

Wahrscheinlich wird man uns schon kennen, denn viele Mieter haben uns ihre Stimme gegeben und in der letzten Ausgabe des „Berliner Lebens“ waren wir bereits abgebildet: die gewählten Vertreter des Mieterrates. Wir haben in der konstituierenden Sitzung Rainer Felkeneyer als Vorsitzenden und Marina Makowski
als Vizevorsitzende gewählt, Klemens Witte für den Aufsichtsrat der Gewobag vorgeschlagen und Heike Strehlau, leider ohne Stimme und Mitspracherecht, als unterstützende Beisitzerin.
Außer den Genannten gehören noch Diane Hanke, Roland Knödler, Martin Hoffmann, Bernd Heßlein und Gerhard Bormann zum neuen Mieterrat.

Alles gestandene Leute, neun verschiedene Biographien und Charaktere, neun verschiedene Lebenserfahrungen und Altersgruppen, von der Studentin bis zu den Rentnern ist alles vorhanden.

Des Weiteren haben wir als Arbeitsgrundlage, unter Beachtung der Satzung für den Mieterrat der Gewobag, eine Geschäftsordnung erarbeitet, die als Basis für unsere Arbeit dient und die bei Interesse von unserer Webseite (www.mieterrat-gewobag.de) heruntergeladen werden kann, ebenso die Gewobag-Satzung.

Wir haben eine Postadresse eingerichtet, eine Telefonleitung geschaltet, sind im Internet erreichbar und gehen mit unseren Sprechstunden in die Wohngebiete.

Wir hatten ein Treffen mit dem Vorstand der Wohnungsbaugesellschaft, wo die Vertreter des Landes und die der Mieter sich kennenlernen konnten, wir trafen uns mit dem „Berliner Mieterverein“ um gemeinsame Interessen abzuwägen und setzten uns mit Mieterbeirats-Mitgliedern zusammen, da diese den direktesten Kontakt zu den Mietern haben, sozusagen an vorderster Front stehen. Um diesen Kontakt zu erhalten und auszubauen, legen wir unsere Versammlungen in die einzelnen Kieze.

Da es sechs landeseigene Wohnungsbaugesellschaften gibt, ist der Kontakt zu den anderen Mieterräten bereits aufgenommen worden. Denn die den Gewobag-Mietern bekannten Probleme, wie Betriebskostenabrechnung, Sicherheit und Sauberkeit in den Quartieren, Schwerfälligkeit bei Reparaturen, treffen auch auf die Mieter der fünf anderen Gesellschaften des Landes Berlin zu.
Und geeint ist man stärker, wie eine der ersten wichtigen Aktionen zeigt:

Den Widerstand gegen die Mieterhöhungen im Kiez Schöneberger
Norden, der vom Quartiersmanagement initiiert, von der Initiativgruppe der Mieterbeiräte in die Politik getragen wurde, unterstützten wir mit einem offenen Brief an die Frau Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Lompscher. Und die Senatsverwaltung bedankte sich, dass wir auf den Widerspruch zwischen Mieterhöhung und Koalitionsvereinbarung hingewiesen haben.
Die Politik reagiert, die Presse reagiert: das ist doch ein gute Basis für den Anfang!

Noch sind wir kein perfektes Team, aber wir arbeiten daran. Noch müssen wir die Spielregeln lernen die uns vom Land und der Gewobag vorgegeben sind, beziehungsweise unsere Möglichkeiten festlegen, das Machbare von Sachen, die unsere Kompetenz übersteigen, zu trennen, damit wir die Anliegen der Mieter vertreten, die Anregungen aus ihren Wohnumfeld aufnehmen und weitergeben und unsere Kraft nicht unnötig vergeuden, da wir ehrenamtlich arbeiten.

Nachbemerkung:
Da der „Stand der Dinge“ schon im Februar entstanden ist, die Zeit aber weiterläuft, hat er sich zwar nicht überholt, aber es sind neue Ereignisse eingetreten:
So hatten wir Ende März ein Treffen an dem fast alle der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften Berlins mit Mieterräten vertreten waren. Von der Seite des Landes Berlin nahmen Herr Staatssekretär Sebastian Scheel von der Senats-verwaltung für Stadtentwicklung, Herr Dr. Lang von der Finanzverwaltung, die Herren Philipp Mühlberg und Jan Kuhnert von der Anstalt öffentlichen Rechts (AÖR) teil.
Unter der Leitung von Ingo Franke, von der Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land, dem und der nochmals unser Dank für die kurzfristige Übernahme des Treffens gesagt werden muß, wurde über Aufgaben, Zusammenarbeit und Möglichkeiten der Mieterräte diskutiert.

Das zweite für uns gravierende Ereignis war der Rücktritt unseres Vorsitzenden. Am 11.04.2017 teilte uns Rainer mit, daß er mit sofortiger Wirkung sein Amt als Vorsitzender niederlegt und seine Mitarbeit im Mieterrat aufkündigt, was zu bedauern ist.
Aber das Leben geht weiter, ein neues Mitglied wird nachrücken und wir werden einen neuen Vorstand wählen und uns in unserer Arbeit weiterhin um die Probleme der Mieter kümmern.
So ist der derzeitige Stand der Dinge.
gb



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